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Auf römischen Spuren
Getreide, Gemüse, Heil- und Küchenkräuter und natürlich auch eine Weinrebe sind im Garten der Villa Rustica zu sehen.

Bei schönstem Wetter besuchte unser Verein Ende Juni die römische Villa Rustica in Peiting.
Soldaten der römischen Armee erhielten nach ihrem Abschied Geld und Land, auf dem sie eine Villa Rustica errichten konnten. Diese Landhäuser waren eigentlich Wirtschaftsbetriebe, die die umliegende Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgten. Die Villa Rustica von Peiting wurde im 2. Jahrhundert nach Christus erbaut und zählt mit 2,5 ha Grundfläche zu den größten Anlagen dieser Art außerhalb Italiens. Sie bestand aus einem Wohnhaus, mehreren Wirtschaftsgebäuden und einem Badehaus.
In einer zweistündigen, aber kurzweiligen Führung wurden die 13 Teilnehmer u.a. über die Geschichte der Ausgrabung im Süden von Peiting informiert. Schon 1837 wurde festgestellt, dass hier römisches Mauerwerk zu finden ist, gefolgt von ersten Grabungen 1956. Leider wurde 1984 eine Ferngasleitung durch das Gelände gelegt, so dass einiges zerstört wurde, wie auch später beim Bau der Umgehungsstraße. 1992 wurde der Förderverein „Villa Rustica“ zum Schutz der antiken Bausubstanz gegründet, der das Badehaus freilegte und mit einem Schutzhaus versah.
In der Führung wurde ausführlich auch die Technik der Warmluftheizung des freigelegten Badehauses erklärt und über die hochentwickelte Bautechnik der Römer berichtet.
Besonders interessant war für die Gartenbauvereinsmitglieder natürlich der römische Lehrgarten, der Aufschluss über die Ernährungsweise der Römer gibt. Dort wachsen ca. 75 verschiedene Pflanzen, die die Römer in unsere Gegend gebracht oder für die Gartenkultur veredelt haben. Dazu gehören Getreidesorten wie Einkorn, Emmer und Dinkel, verschiedenes Gemüse wie Fenchel, Spargel und Mangold, Heil- und Küchenkräuter wie Thymian, Melisse und Rosmarin sowie Gehölze wie Holunder, Weißdorn, Kirsche, Pflaume und Walnuss.
Nach der Besichtigung wurden die Teilnehmer noch mit Kuchen und Getränken versorgt.

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen
Die neue Vorstandschaft (von links): Fritz Schneider (Erster Bürgermeister), Monika Stindl, Isolde Erhard, Gerulf Hänel, Simon Krötz, Leonhard Streit, Martina Mayerhöfer, Anton Mayerhöfer (Kassenprüfer), Josefine Menhart

Nach zwei Jahren Stillstand wegen der Corona-Pandemie fand nun erstmals wieder eine Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins statt, bei der auch eine neue Vorstandschaft gewählt wurde. Gerulf Hänel, der von Kindesbeinen an durch seine Eltern mit dem Gartenbauverein verbunden ist, erklärte sich bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Zweite Vorsitzende wurde Martina Mayerhöfer, Kassier blieb Simon Krötz und das Schriftführeramt übernahm Isolde Erhard. Außerdem gehören noch Leo Streit, Fini Menhart, Sarah Hirschauer und Monika Stindl als Beisitzer zur Vorstandschaft.

Zudem berief die Versammlung Christa Hänel zum Ehrenmitglied, die den Verein 17 Jahre mit viel Erfolg führte. Großen Verdienst hatte sie beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, bei dem der Gemeinde Rott im Landesentscheid 2001 die Silbermedaille verliehen wurde. Des Weiteren steckt sie seit fast 20 Jahren viel Arbeit und Herzblut in das größte Projekt des Vereins: Die Streuobstwiese „Lugensee“ hat durch ihre große Vielfalt an alten Obstsorten Seltenheitswert.

Zudem berief die Versammlung Christa Hänel zum Ehrenmitglied, die den Verein 17 Jahre mit viel Erfolg führte. Großen Verdienst hatte sie beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, bei dem der Gemeinde Rott im Landesentscheid 2001 die Silbermedaille verliehen wurde. Des Weiteren steckt sie seit fast 20 Jahren viel Arbeit und Herzblut in das größte Projekt des Vereins: Die Streuobstwiese „Lugensee“ hat durch ihre große Vielfalt an alten Obstsorten Seltenheitswert.